| Da war mehr drin! |
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TV Schierling nicht clever – 0:2 in Ergolding Unnötige Niederlage aufgrund Konzentrationsmangel
Gefällige Kombinationen und technische Fertigkeiten konnten dem enteilten Tabellenführer aus der Landshuter Vorstadt durchaus attestiert werden, aber sonderlich überzeugend oder gar dominant präsentierte sich dieser zu keiner Zeit. Zum Auftakt hatten die Laabertaler ein wenig mehr vom Geschehen, anschließend waren die Schützlinge von Tudor Chioar leicht überlegen. Einen Kopfball (18.) des FCE lenkte Michael Wehdanner über die Latte, eine weitere Möglichkeit (21.) vergaben die Hausherren arg harmlos. Ein Gewühl (26.) im Schierlinger Sechzehner blieb folgenlos, eine Gelegenheit für den TVS (39.) vergab Christian Brandl, so wurden torlos die Seiten gewechselt. Nach Wiederbeginn trat Schierling abermals aggressiv und zielstrebig auf, doch ein Konter (46.) wurde abgefangen und Brandl verzog im Anschluß. Aufgrund fortgesetzter Unsicherheiten von Torhüter Tobias Haupt entstanden immer wieder Chancen für den TVS, doch keine davon konnte genutzt werden. Ein so aufgekommenes Gewühl (49.) blieb ergebnislos, ein nachfolgendes klares Foul von Haupt an Franz Saller (50.) blieb unglücklicherweise ungeahndet. Gästemöglichkeiten häuften sich in dieser Phase, bei einem Konter (53.) hätte Dominik Treitinger auf Vorarbeit Brandl eigentlich die Führung erzielen müssen, doch entglitt ihm allein vor Haupt scheinbar die Courage und er peilte den FC-Torwart an. Wenig später (55.) bediente Brandl Benjamin Huber, doch der sichtlich entkräftete Youngster verzog seinen Versuch doch deutlich. Nach einer Ecke (60.) des TVS konnte Haupt einmal mehr nur ungenügend klären, der aussichtsreiche Kopfball von Christoph Knüpfer ging allerdings über den Querbalken, beim nächsten Angriff (61.) konnte Torjäger Brandl im letzten Moment noch geblockt werden. Erneut Pech mit dem sonst sicher leitenden Schiedsrichter Martin Eiglsperger (DJK-SF Reichenberg) hatten die Laabertaler in der 65. Minute. Nach einer Unkonzentriertheit in der Defensive kam der durchgebrochene Armin Schnur frei zum Abschluß und der Ball wäre wohl in jedem Fall im Tor gelandet, aber Christoph Konietzny wollte den Treffer wohl unbedingt einheimsen und grätschte das Leder die letzten noch fehlenden Zentimeter über die Linie. Da sich Letztgenannter in der verbotenen Zone befand, hätte das Tor wegen Abseits eigentlich nicht anerkannt werden dürfen, doch der Assistent blieb trotz wütender Schierlinger Proteste bei seiner temporären Sehschwäche und Ergolding führte glücklich mit 1:0. Der TVS antwortete mit weiterhin engagierten Angriffen, zeigte sich in deren Durchführung jedoch ähnlich unkonzentriert wie bisweilen im Defensivverhalten von vorn nach hinten. Selbst gestandene Leistungsträger konnten ihre Nervosität mit fortschreitender Spieldauer nicht mehr verhehlen und so gerieten Anspiele und Aktionen zusehends fahriger und ungenauer. Ein Schußversuch (71.) von Christian Brunner verfehlte sein Ziel doch relativ weit, eine doppelte Möglichkeit (74.) von Brandl versandete gleichermaßen ohne zählbares Resultat. Der FCE bekam in der Endphase Räume für Gegenstöße, doch Michael Heckner (77.) fand in Wehdanner seinen Meister, anschließend bereinigte Patrick Stockmeier die Angelegenheit vollends. Überhaupt nicht im Bilde war die Schierlinger Hintermannschaft beim entscheidenden 2:0 (82.) durch Armin Schnur, der mühelos in den Strafraum spazieren, den herausgeeilten Wehdanner überlupfen und im Nachgang einschieben durfte. Die Gästeelf war damit reichlich entmutigt und konnte die Hausherren in der Restzeit nicht mehr in Verlegenheit bringen, die letzte Torgelegenheit (89.) vergab Heckner, der freistehend über das TV-Gehäuse schoß. Ein verdienter Sieg der Himmelsstürmer war es eigentlich nicht, aber mit Glück in zwei durchaus entscheidenden Situationen und dem mangelhaften Torabschluß des TVS konnte der glückliche Erfolg dort gefeiert werden. Kommenden Sonntag (15 Uhr) empfängt der TVS den TSV Grafenau, ein gefährlicher Widersacher, der den unteren Relegationsplatz gern distanzieren möchte. Die Trefferquote sollte dann wieder deutlich effektiver gestaltet werden, außerdem gilt es schnellstens die Köpfe wieder frei zu bekommen. |


