Samstag, 19.05.2012
Es geht daheim doch noch mit Siegen PDF Drucken E-Mail

TV Schierling schafft endlich 3. Heimsieg – 4:1 gegen Ruhmannsfelden

 

Die ob ihrer Spielstärke eigentlich alljährlich zum Favoritenkreis zählende SpVgg Ruhmannsfelden ist in dieser Saison überraschend in Nöte geraten und tut sich mit dieser ungewohnten Situation of­fensichtlich schwer. Ähnlich dem VfL Wolfsburg in der Bundesliga ist das Team für den Abstiegs­kampf nicht wirklich gerüstet, gute Fußballer zuhauf, aber zuwenige Haudegen. Nach einer kurzen Abtastphase vor kaum 140 Zuschauern hatten die Gäste auch erste Gelegenheiten, scheiterten aber (8.) am stark reagierenden Wehdanner, oder agierten (9.) zu umständlich und harmlos. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß (13.) befand sich Saller unverhofft in prächtiger Ausgangsposition, schloß aber zu überhastet ab und jagte deshalb das Leder über das Gästetor. Beim nächsten Angriff des TVS (14.) scheiterte der mitgeeilte Markus Stockmeier zunächst am glänzend disponierten und stets exzellent partizipierenden Gästetorwart Gierl, aber Huber setzte entschlossen nach und drückte den Ball zur umjubelten Führung über die Linie. Etwas glücklich war diese durchaus, denn ansons­ten stellten sich die Hausherren noch nicht so geschickt an und tappten öfters in die Abseitsfalle. Aber auch der Gast zeigte wenig offensive Gefahr, besonders die zahlreichen Standardsituationen in aussichtsreicher Position wurden samt und sonders unpräzise verballert. Das gefährlichste, das die SpVgg verzeichnete, war ein Verlegenheitsschuß (25.) aus der zweiten Reihe, der glücklicherweise von der Querlatte ins Aus prallte. Eine Kontergelegenheit des TVS (32.) wurde umständlich verge­ben, wie so einige weitere. Eine Schlüsselszene hatte die 38. Minute parat, der kurz zuvor bereits verwarnte Gästeakteur Müller kam im Schierlinger Strafraum zu Fall, was der Schiedsrichter ihm indes als Schwalbe auslegte und daraufhin die Ampelkarte zückte. Zwar hielten auch die Laaberta­ler diese Strafe für arg hart, doch war diese gefällt und rechtskräftig. In der Nachspielzeit (45.+1) bekam Bauer beim letzten Angriff des TVS vor der Halbzeit einen Tritt gegen den Knöchel, doch statt des reklamierten Strafstoßes wurde eine Ecke verhängt. Der nach innen beförderte Ball wurde anschließend zu kurz abgewehrt und der angeschlagene Bauer hielt mit seiner allerletzten Aktion aus 18 Metern drauf und hämmerte die Pille unhaltbar zum psychologisch wichtigen 2:0 in die Ma­schen.

Ruhmannsfelden kam mit ordentlich Grimm in den Eingeweiden wieder aus der Kabine und erhöh­ten ihr Aggressionslevel, liefen gegen die geschickt in die Breite spielenden Hausherren aber nun immer häufiger in Konter. Brandl (47.) konnte im letzten Moment geblockt werden, Huber (50.) lief ins Abseits, ein weiterer (62.) verpuffte aufgrund zu großer Verspieltheit. Die Entscheidung fiel den­noch zeitig (67.) durch Brandl, der durch einen gekonnten Heber in Szene gesetzt, den hervorragen­den Gierl zum 3:0 überlupfte. Zwar drosch ein Abwehrspieler die Kugel wieder heraus, aber der As­sistent hatte ohne Zögern den erfolgreichen Treffer angezeigt. Ein abermals schnell ausgeführter Freistoß (80.) führte zum vierten Gastgebertor, Saller wurde klug eingesetzt und belohnte sich mit seinem noch leicht abgefälschten Abschluß in Bedrängnis. Kurz vor dem Ende (89.) ließ Schierling im Gefühl des sicheren Sieges den unter Wert geschlagenen Gästen zuviel Raum und Bielmeier köpfte eine Flanke aus rund 8 Metern zum Ehrentreffer ein.

Durch diesen Erfolg konnte der TVS die Kellergeister endgültig bannen und kann die restlichen Be­gegnungen entspannt angehen und eventuell noch ein paar Gegner ärgern.

SR Christoph Wiesnet, SpVgg Niederaichbach.

TV Schierling: Michael Wehdanner, Stefan Holz, Patrick Stockmeier, Raphael Bauer (46. Christoph Knüpfer), Markus Stockmeier, Franz Saller, Benjamin Huber (79. Franz Westermaier), Markus Will, Christian Brandl, Max Glamsch, Dominik Treitinger.

SpVgg Ruhmannsfelden: Martin Gierl, Stefan Wittenzellner, Johannes Wittenzellner (66. Tobias Kilger), Andreas Karl, Michael Müller, Tobias Bielmeier, Martin Kreß, Christopher Krawetz, Mar­tin Weindl (66. Andre Tremmel), Tassilo Ertl, Andreas Ober (63. Christoph Maurer).

Kommenden Samstag (15 Uhr) gastiert der TVS beim 1. FC Passau im Dreiflüssestadion.