| Rumpfaufgebot des TVS mit 1:2 gegen FC Vilshofen |
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Offensive zu harmlos gegen rustikale Gäste
Stundenlanger Dauerregen hatte die Hoffnung auf spielerische Glanzlichter gedämpft, zumal beim TVS einige Stützen ohnehin länger ausfallen. Allerdings konnten auch die Vilstaler nicht überzeugen, viele Pässe ins Nirgendwo und Gebolze beiderseits prägte den Auftakt. Einen Fernschuß des FCV (8.) parierte Michael Wehdanner glänzend, Schierling hingegen hatte bei Standards seine besten Szenen. Dabei indes blieb man ähnlich harmlos wie bei einem Konter (19.), der zu uneigennützig vorgetragen versandete. Ein Freistoß (37.) durch Sebastian Angerer brachte die Führung für die Gästeelf, durch das Gewusel im Strafraum ließ sich die TV-Abwehr samt Torhüter verwirren und die aus rund 22 Metern halblinks hereingezogene Kugel rutschte letzterem über die Finger ins Netz. Im Gegenangriff (38.) zeigte die Hintermannschaft des FCV Unsicherheiten, genau wie auch ihr Schlußmann Alexander Dippl allenthalben, doch der Schuß von Benjamin Huber kam zu zentral und konnte abgewehrt werden. Kurz darauf (40.) liefen die Hausherren blindlings in einen Konter, Felix Schneider konnte auf links mutterseelenallein das Gastgebergehäuse anvisieren und vollstreckte souverän zum 0:2. Die Laabertaler kamen wild entschlossen zurück aus der Kabine und drückten Vilshofen zusehends in die eigene Hälfte, ihr Anrennen geriet aber zumeist viel zu umständlich, unentschlossen und harmlos. In der 52. Minute kam Dominik Treitinger im Sechzehner der Gäste zu Fall, aber der gute Schiedsrichter entschied nach kurzer Bedenkzeit auf weiterspielen. Der TVS stürmte weiter drauflos, zündende Ideen indes waren weiter nicht auszumachen und so führte eine Ecke (75.) zum längst verdienten Anschluß. Patrick Stockmeier hechtete in die Hereingabe und beförderte das Leder per Kopf zum umjubelten 1:2 in die Maschen. Hatten die Hausherren im ersten Durchgang das spielerische Element nahezu komplett vernachlässigt, taten dies die Gäste nach der Halbzeit, stattdessen gingen sie zu immer rustikalerer Zweikampfführung über. Der einzige Vorwurf an den Unparteiischen ist seine Großzügigkeit bei überharten Aktionen, die er vorwiegend besprach, statt sie mit persönlicher Strafe zeitig zu ahnden und so die übermotivierten Fouls bereits von vornherein zu unterbinden. In der 84. Minute forderten die Einheimischen wutentbrannt abermals Elfmeter, da ein am Boden liegender Abwehrspieler den Ball mit der Hand abgewehrt haben sollte, dem Schiri indes fehlte der hierzu notwendige Vorsatz, er urteilte auf angeschossen aus kurzer Entfernung. Wenig später (87.) erhörte der Unparteiische endlich doch das Flehen von Vilshofens Christian Klose nach dem Platzverweis, um welchen selbiger mit zahlreichen überharten Taten förmlich gebettelt hatte. Einsehen hatte der Übeltäter aber keines, bevor er endlich zum Abmarsch bewegt werden konnte, machte er sich noch länger lauthals Luft, sowohl verbal als auch gestenreich. In den Schlußminuten warf der TVS noch einmal alles nach vorn, die beste Gelegenheit (89.) verzeichnete dabei Huber, doch konnte ihm ein Abwehrbein in höchster Not das Leder vom Fuß spitzeln. Schierling verpaßte es somit, sich für den immensen Aufwand zu belohnen, der betrieben worden war und steht nun ein klein wenig unter Zugzwang. Der Seniorenkader wurde zu allem Übel weiter durch Verletzungen dezimiert, guter Rat dürfte also langsam teuer werden. Kommenden Samstag (15:30) gastiert der TV Schierling bei der SpVgg Plattling. SR: Otto Kroiß, DJK SSV Innernzell. TV Schierling: Michael Wehdanner, Stefan Holz, Patrick Stockmeier, Markus Stockmeier, Florian Rothmeier, Franz Saller, Alexander Röhrl, Gerhard Dachs, Michael Polz (64. Michael Schweiß), Benjamin Huber, Dominik Treitinger. FC Vilshofen: Alexander Dippl, Markus Kühn, Marco Wellner, Christian Baier, Felix Schneider (81. Patrick Kershi), Andreas Bosse, Matthias Knogler, Christian Klose, Stefan Kurz, Sebastian Angerer, Markus Ratzenböck (72. Michael Wallner). |


